Bundesliga-Tanzturnier nach Protest annulliert
27.2.2009
Das Sportgericht des Deutschen Tanzsportverbands (DTV) hat die Wertung des Bundesligaturniers für Standard-Formationen in Göttingen vom 7. Februar 2009 in einer Eilentscheidung für null und nichtig erklärt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich drei Tänzer des OTK Schwarz-Weiß Berlin-Siemensstadt wegen des schadhaften Parketts in der Vorrunde derart verletzten, dass sie für das Finale nicht mehr zur Verfügung standen. Die Berliner Formation trat dort unter Protest nur noch mit sechs Paaren an und belegte den fünften und letzten Platz. "Ein fairer Wettkampf war daher nicht mehr gegeben", meinte dazu jetzt das Sportgericht.
Bei dem Göttinger Turnier hatten sich Verschlussriegel aufgestellt, während die Berliner Formation tanzte. Die scharfkantigen Metallteile schlitzen die Schuhe der Tänzer auf und fügten ihnen tiefe Fleischwunden zu, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Der sofortige Protest der Mannschaftsleitung war vor Ort zurückgewiesen, das Turnier fortgesetzt worden.
Aufgund der Entscheidung des Sportgerichts, das Göttinger Ergebnis zu annullieren, werden in dieser Saison nur noch vier Turniere gewertet: Ludwigsburg, Berlin, Braunschweig und Nürnberg. Lediglich das Nürnberger Turnier steht noch aus und findet am 7. März statt. In der Tabelle führt weiterhin der 1. TC Ludwigsburg klar vor dem Braunschweiger TSC und OTK Schwarz-Weiß Berlin.
Gegen die Entscheidung des Sportgerichts kann binnen einer Woche Widerspruch eingelegt werden.
Ansprechpartner:
Matthias Fohrer (Abteilungsleiter Formationen)
formationen@1-tcl.de
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